Krieg der Sterne / Star Wars Trilogie

Regie: George Lucas / Irvin Kershner / Richard Marquand
Drehbuch:George Lucas / Leigh Brackett,Lawrence Kasdan, George Lucas / Lawrence Kasdan, George Lucas
Produktion:Gary Kurtz / Gary Kurtz / Howard G. Kazanjian
Musik:John Williams
Erscheinungsjahr: 1974 / 1980 / 1983

Zusammenfassung: Farmerjunge trifft Schmuggler, rettet Prinzessin und wird zur letzten Hoffnung einer zum Aussterben verurteilten Religion namens „Macht“. Erfährt, dass sein Vater nicht tot, sondern maskentragender Massenmörder ist und die gerettete Prinzessin seine Schwester. Rettet die weit weit entfernte Galaxis vor langer Zeit vor einer Superwaffe, durch die sie immer wieder bedroht wird.

Kommentar: Jeder kennt Krieg der Sterne. Das war nicht immer so. Es gab eine Zeit, in der es fast unmöglich war, Star Wars Merchandise zu bekommen und in der es gerade mal eine Handvoll Bücher und Comics gab. Das sieht heute anders aus. Auch wenn die Bücher und Comics von damals aus dem Canon getilgt wurden. Star Wars ist dank J.J. Abrams allgegenwärtig. Dennoch kann ich mich damit nicht so anfreunden. Vielleicht, weil weder die neue Trilogie noch die Episoden 1 bis 3 für mich das ausmachten, was jene erste Trilogie bereit hält. Auch wenn jeder sich schwer tut, es zu beschreiben.

In jedem Fall liegt es nicht an einem besonders starken Plot. Episode 1 bis 3 sind dahingegend tatsächlich viel komplexer. Aber auch eine 1:1 Kopie des Plots á la Episode 7 beschwört nicht das Gefühl, das Episode 4 bis 6 in sich tragen. Meine persönliche Theorie: Es liegt an den Charakteren und einer Unbeschwertheit, die keines der Nachfolgeprojekte in sich trug. Kult plant man nicht. Diese erste Trilogie wollte ein Weltraummärchen sein, unterhalten. Da war kein Blick auf Political Correctness nötig oder welche Zielgruppen man unbedingt auch noch ansprechen wollte. Heute ist Star Wars ein Marketing-Monstrum, das Geld verdienen muss. Das musste es damals nicht und das hat auch keiner erwartet.

Genau deshalb sind Luke, Leia, Han, Chewie und all die anderen zwar irgendwie Klischees, aber sie sind nicht aus finanzieller Berechnung in die Geschichte geschrieben, sondern, weil ein Weltraummärchen solche Charaktere braucht. Und deshalb wirkt Prinzessin Leia auch heute noch überzeugender (und auch emanzipierter) als eine Rei, obwohl sie den Titel „Prinzessin“ trägt.

„Tu es oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen.“

Die Weisheit von Yoda fängt wohl ein, woran alle Sequels und Prequels der ursprünglichen Trilogie scheitern: Man hat zu sehr versucht, Episode 4 bis 6 und deren Erfolg wieder heraufzubeschwören, ohne etwas eigenes zu schaffen. Natürlich lieben viele auch die anderen Filme und es steht jedem frei, das zu tun. Geschmack ist ja ebenso frei wie Gedankengut. Nur für mich ist die ursprüngliche Trilogie das, was Star Wars ausmacht. Tatsächlich gehören dazu auch viele Geschichten aus Büchern oder Comics, die es besser geschafft haben, den Geist vom Sternenkrieg einzufangen, als Georg Lucas selbst in späteren Jahren.

Fazit: Das Kult-Weltraummärchen, das jeder gesehen haben muss. Für mich gehören Episode 4 bis 6 so zusammen, dass ich sie auch nicht einzeln betrachten möchte. Auch, weil ich über jeden Teil wahrscheinlich ähnliches sagen würde.

Techtalk: 1/5
Alienlevel: 4/5
Kitschniveau: 2/5
Zukunftsnähe: 3/5
Denkdichte: 1/5